Nelli M is an AI-created persona. The story behind the music is real; the name and appearance are fictional.
Warum es Nelli M gibt
Nelli M ist nicht echt.
Und gleichzeitig ist sehr vieles an ihr sehr echt.
Nelli M ist ein Künstlername und eine von mir geschaffene Kunstfigur. Es gibt keine Sängerin, die so aussieht wie Nelli. Ihre Bilder sind Kunstbilder, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz entstanden sind.
Aber die Geschichten hinter ihren Songs sind nicht erfunden.
Ich arbeite seit vielen Jahren als Coach mit Menschen – oft mit sehr erfolgreichen Menschen. Menschen, die Verantwortung tragen, viel leisten, für andere da sind und nach außen häufig sehr souverän wirken.
Und trotzdem begegnen mir in diesen Gesprächen immer wieder erstaunlich ähnliche Sätze:
Darf ich Nein sagen?
Darf ich etwas nicht wollen, obwohl andere es von mir erwarten?
Bin ich noch gut genug, wenn ich nicht immer 150 Prozent gebe?
Darf ich aufhören, es allen recht machen zu wollen?
Darf es mir einfach gut gehen?
Hinter diesen Fragen steckt für mich ein großes Thema:
die Erlaubnis, das eigene Leben zu leben.
Und genau daraus ist Nelli M entstanden.
Psychologen beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit diesen Fragen. Die Selbstbestimmungstheorie von Richard Ryan und Edward Deci beschreibt Autonomie – das Erleben, aus eigenem Willen und im Einklang mit sich selbst zu handeln – als eines der grundlegenden psychologischen Bedürfnisse des Menschen. Forschung verbindet die Befriedigung von Autonomie, Kompetenz und Verbundenheit mit stärkerer selbstbestimmter Motivation und höherem Wohlbefinden. APA
Auch bei zwei anderen Themen, die mir im Coaching ständig begegnen, ist die Forschung bemerkenswert klar: Grenzen und Selbstmitgefühl. Grenzen zu setzen und Nein sagen zu können ist keine Form von Egoismus; gesunde Grenzen können vielmehr Selbstfürsorge sein und vor Überlastung schützen. APA Und Selbstmitgefühl bedeutet nicht, seine Ansprüche aufzugeben. Forschung bringt es unter anderem mit Resilienz, stabilerem Selbstwert und weniger übermäßiger Selbstkritik in Verbindung. PubMed
Besonders wichtig finde ich das beim Thema Perfektionismus. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Wunsch, etwas richtig gut zu machen, und dem Gefühl, gut sein zu müssen, um selbst gut genug zu sein. Genau diese problematische Seite von Perfektionismus kann Menschen erheblich belasten. APA
Ich habe in Coachings wunderbare Momente erlebt, in denen Menschen plötzlich verstanden haben:
Ich darf Nein sagen.
Ich darf Grenzen setzen.
Ich darf meinen eigenen Weg gehen.
Ich darf Fehler machen.
Ich darf mich verändern.
Ich muss meinen Wert nicht jeden Tag neu beweisen.
Ich muss mir meinen Platz auf dieser Welt nicht durch Leistung verdienen.
Ich darf einfach hier sein.
Und irgendwann entstand bei mir die Frage: Warum sollten solche Gedanken nur in einem Coachingraum stattfinden?
Warum nicht daraus Musik machen?
Denn ein Coaching erreicht vielleicht einen Menschen für eine Stunde. Ein Song kann einen Menschen immer wieder erreichen – morgens im Auto, beim Laufen, nach einem beschissenen Arbeitstag, vor einem schwierigen Gespräch oder genau in dem Moment, in dem er wieder einmal kurz davor ist, Ja zu sagen, obwohl er eigentlich Nein meint.
Das ist die Idee hinter Nelli M.
Ihre Songs sollen keine Therapie ersetzen. Sie sollen auch niemandem erklären, wie er zu leben hat.
Sie sollen etwas anderes tun:
Mut machen.
Sie sollen daran erinnern, dass Stärke nicht bedeutet, immer stark sein zu müssen. Dass Selbstachtung manchmal mit einem Nein beginnt. Dass „gut genug“ tatsächlich gut genug sein kann. Und dass das eigene Leben nicht erst dann beginnen darf, wenn alle anderen zufrieden sind.
Wenn jemand nach einem Song von Nelli ein bisschen aufrechter geht, ein bisschen leichter atmet, über sich selbst lachen kann oder bei der nächsten Gelegenheit den Mut findet zu sagen:
„Nein. Das möchte ich nicht.“
oder
„Ja. Genau das möchte ich.“
dann hat Nelli ihren Job gemacht.
Nelli M ist eine Kunstfigur.
Aber vielleicht steckt ein kleines Stück Nelli in ziemlich vielen von uns.
— Marcel Szenessy
Erfinder von Nelli M